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Der lange Weg zu einem schönen Lächeln

Nachdem ich mich von einem großen Stück meiner Schneidezahnkrone verabschieden musste, bin ich jetzt wieder auf dem besten Weg zu schicken Zähnen. Drei Termine beim Zahnarzt habe ich bereits hinter mir: Provisorium aufsetzen, einmal Karies entfernen und eine neue Füllung erhalten. Abgesehen von dem Provisorium in vorderster Reihe sind (und waren im Großen und Ganzen) meine Zähne in bester Ordnung.
Die freudige Nachricht kam letzte Woche: die neue Krone wird zu 100% von meiner Krankenkasse übernommen. Wer jetzt denkt "Na dann auf zum letzten Gefecht!" irrt, denn Einfachheit gibt´s woanders, aber nicht in Deutschland.
Um die Kostenfrage vollends zu klären gab mir mein Zahnarzt ein Formular mit, dass ich ausfüllen sollte, um es an meine Krankenkasse zu schicken. Zwei Wochen später kam die Antwort, in der mir mitgeteilt wurde, dass man die Kosten übernehmen werde und ein neues Formular. Diese Formular muss ich ebenfalls ausfüllen und wieder an meine Krankenkasse schicken (gestern erledigt), damit ich ein neues Formular bekomme, welches dem Zahnarzt grünes Licht gibt - zumindest hoffe ich das!
Man braucht für Zahnersatz also nach aktuellem Stand ein Formular für ein Formular für ein Formular... Und ich hoffe, dass es dann damit getan ist!
 
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Eben im Supermarkt

Ein älterer Herr steht vor mir an der Kasse und kramt sein Kleingeld zusammen. Er hat der Kassiererin schon einen Schein gegeben und will den Centbetrag zuzahlen, um eine runde Summe rauszubekommen.
"Sind das hier zwei Cent?", fragt er und deutet auf eine Münze in seiner Hand.
"Nein!", sagt die Kassiererin, "Das sind fünf!"
"Das hier???" - andere Münze, wieder falsch.
Die Kassiererin, der es langsam zu bunt wird, nimmt die Sache selbst in die Hand und bedient sich beim Kleingeld des kurzsichtigen Kunden. "Ich hab meine Brille heute leider zu Hause vergessen", meint er zu seiner Entschuldigung. Die Kassierin lächelt, meint, das könne ja mal passieren und verabschiedet sich freundlich. Endlich bin ich an der Reihe!
Nachdem ich meine zwei, drei Sachen bezahlt habe, sehe ich auf dem Weg nach draußen gerade noch, wie der Blindfisch, der gerade noch nicht mal eine Münze aus nächster Nähe erkennen konnte, mit Vollgas auf seinem Roller vom Parkplatz brettert...
 
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Osnabrück im breiten Spektrum der Emotionen

Zur Zeit ist hier einiges los in good old Osnabrück! Sonntag Nachmittag war der Bahnhof noch von weinenden Offenbachern und die Innenstadt von jubelnden Osnabrückern bevölkert - die Emotionen kochten über. Ich hab zwar nicht so viel mit Fußball am Hut - schon gar nicht mit der zweiten Bundesliga -, aber das Nichtabsteigen des Vfl Osnabrück dürfte sich noch ca. eine Woche lang positiv auf die Laune meines Chefs auswirken. Dazu kommt, dass ich des öfteren in Frankfurt am Main verkehre und meine dortigen Bekannten sicher hähmisch auf das Absteigen des Erzfeindes Offenbach reagieren. Da soll noch mal einer sagen, Fußball drehe sich nur um 22 Leute, die sich um einen Ball kloppen.
Auch in den nächsten Tagen ist Dank des 97. Katholikentages nicht mit emotionaler Abkühlung zu rechnen. Das Wetter ist schön und die ersten Gläubigen überfluten die Stadt. Der Schlossgarten ist mit Zelten und mobilen Kirchen zugebaut, und man darf befürchten, dass die einzig zentrale Grünfläche in der Stadt dadurch ab Sonntag nicht mehr zu gebrauchen ist. Katholiken sind schon ein seltsames Völkchen: ständig ein Grinsen im Gesicht und gekleidet, wie... tja... wie Katholiken eben (zumindest die Älteren von ihnen). Gute Laune, wo man nur hinsieht! Furchtbar...
Ich bin gespannt, was hier die nächsten Tage so abgeht. Obwohl ich mich bei dem tollen Wetter in meiner Bude verbarrikandieren muss, um zu lernen, kann ich mich dem ganzen Treiben nicht vollends entziehen. Samsatg will Elternbesuch durch die Innenstadt geführt werden, zwecks Einkauf und Restaurantbesuch. Jetzt sitze ich hier, versuche händeringend einen Tisch zu bestellen und bange vor einer Innenstadt, die mit Nachwuchsmissionaren überfüllt ist. Viva la Kirchentag!
 
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Welterfolg

Mein erstes Buch hat mir einen immensen nationalen Erfolg eingebracht. Die Kritiker waren aus dem Häuschen, die Feuilletons quillten über vor Lobeshymnen und Marcel Reich Raniski ließ das Literarische Quartett ein letztes Mal auferstehen, um mein Buch zu besprechen: spannende Handlung und knisternde Erotik in einer noch nie zuvor dargestellten Art und Weise. Ein neues Genre in der Literatur wurde eigens nach mir benannt, da die alten Kategorien nicht ausreichten, um mein Werk in seiner ganzen Fülle einer literarischen Gattung zuschreiben zu können.
Entgegen aller Prophezeiungen, so ein Buch schreibe man nur einmal, gelang es mir, mit meinem zweiten Roman nicht nur an alte Erfolge anzuknüpfen, sondern diese auch noch zu übertreffen. Mit einem Schlag war ich DER Autor. Auf der ganzen Welt wurden händeringend Deutschlehrer gesucht, da alle Kurse überbucht waren: man wollte das Werk gelesen haben, noch bevor es in der jeweiligen Landessprache erscheint. Harry Potter war gestern!
Mein Leben hatte sich nun radikal geändert. Tagsüber Talkshow-Termine, abends Partys, am Wochenende folgte ich Einladungen zu Benefizveranstaltungen auf der ganzen Welt zu allen erdenklichen Themen. Neben meiner offiziellen Seite, die der Öffentlichkeit z.B. bei Reden vor der UN-Vollversammlung präsentiert wurde, führte ich auf der anderen Seite das Leben eines Rockstars: Koks, Frauen, Partys... Pete Doherty wirkte im Vergleich zu mir wie ein 8jähriges Schulmädchen.
Den Zenit erreichte meine Popularität, als ich in der amerikanischen Talkshow von Jay Leno zu Gast war. Soweit irgendwer noch nicht davon gehört hatte, wollte ich die Stephen Spielberg Verfilmung meines ersten Werkes promoten. Doch dann gab Jay zu meiner Überraschung und zur Genugtuung des Publikums bekannt, dass ich für gleich zwei Nobelpreise nominiert war: Frieden und Literatur...

An dieser Stelle wachte ich immer auf. Diesen Traum hatte ich jetzt schon zum zweiten Mal. Komisch, dass er immer bei Jay Leno endet. Diese Sendung kenne ich allenfalls aus irgendwelchen Hollywood-Filmen oder Comedy-Shows. Schon seltsam...
Auf jeden Fall werde ich, sollte ich dieses Szenario ein drittes Mal durchträumen, nicht meine Zeit mit Ruhm, Benefiz, Partys und Drogen verplempern, sondern mich in mein Zimmer einschließen und träumen, die Bücher zu lesen, die ich verdammt nochmal geschrieben haben soll. Es nervt, dass jeder meine Bücher kennt - außer mir selbst!
 
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Liebe Studierenden

Das Prüfungsamt freut sich, Ihnen in allen Belangen zur Seite zu stehen. Wir sind stets bemüht, Ihnen zu helfen, sich im Paragraphendschungel der Prüfungs- und Studienordnungen zur Seite zu stehen und haben unsere Öffnungszeiten daher ganz Ihren Bedürfnissen angepasst.
Sie finden uns mal im Raum X, mal im Raum Y oder, je nach Wetterlage in der Cafetaria oder auf irgendwelchen fingierten Besprechungen, die nur dazu dienen, uns mit Kaffee zuzuschütten und uns über Ihre Belange zu amüsieren.
Geöffnet haben wir jeden zweiten Montag im Monat zwischen 9:00 und 9:15, es sei denn, das Datum des jeweiligen Wochentags beinhaltet ungerade Zahlen. In diesem Fall stehen wir Ihnen am dritten Dienstag in allen Monaten, die mit "M" beginnen von 11:22 bis 11:36 voll und ganz zur Verfügung - ausgenommen natürlich Dienstage, die mit einem Vollmond zusammenfallen. Es lohnt sich immer, an den Aushängen vor unserem Büro nach - langfristigen oder spontanen - Änderungen Ausschau zu halten, sowie nach Änderungen der Änderungen der Öffnungszeiten.
Gemäß §34,5 A 6b der Verabschiedungs- und Begrüßungsordung für Hochschulmitarbeiter wünschen wir Ihnen entweder "Alles Gute" oder "Viel Glück"
Ihr Prüfungsamt des Fachbereich XXX
 
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Wie wär´s eigentlich...

...mit einer kleinen Tippgemeinschaft zur EM 2008?
Ich stell mir das so vor, dass man die Gruppenphase tippt (Tendenz gibt einen Punkt, korrekte Tipergebnisse 3 Punkte) und die Plätze 1-3 (jeweils 5 Punkte). Die Verlierer verlinken den Sieger (sofern noch nicht geschehen) in ihrem Blog und schreiben zusätzlich einen Aufsatz (mindestens 100 Wörter, auf der Startseite veröffentlicht), in dem sie frei und positiv konnotiert referieren, warum der erste Platz zu Recht an den Tippkönig gegangen ist oder so ähnlich... ;-)
Gibt es Interessenten? Oder hat jemand Verbesserungsvorschläge?
 
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Die lieben Kleinen

Obwohl ich mir so gut wie nie Gedanken über die Familienplanung mache, durfte ich in letzter Zeit des öfteren Diskussionen beiwohnen, in denen es um „schöne“ Vornamen für den Nachwuchs ging. Das hat selbstverständlich zur Folge, dass man sich nach kurzer Zeit nur noch mit Namen beschäftigt, die gar nicht gehen: Gisela, Heidrun und Annegret sind bspw. weibliche, Waldemar, Egon und Heinz ein paar von vielen männlichen Vertreter, die laut selbst ernannter Expertenrunde vom Aussterben bedroht sind. Im Endeffekt konnte sich kein Vorname durchsetzen, da sich letztendlich auch niemand mehr für einen verbürgen wollte – es gab immer Kritik und diese fiel zum Teil auch sehr hart aus (den Lesern, die bspw. Bernd heißen, möchte ich Details ersparen). Wenn ich z.B. gesagt habe, „Anni fände ich persönlich für ein Mädchen ja ganz nett... Der Name könnte sich in Zukunft auch wieder durchsetzen...“ wurde aus mehreren Ecken wild mit dem Zeigefinger gegen die Stirn gestikuliert oder nur gekünstelt angewidert mit dem Kopf geschüttelt. „So hieß aber meine liebe, verstorbene Oma, die mich quasi großgezogen hat...“, von mir kaum hörbar zur Verteidigung vorgebracht, fand schon keinerlei Beachtung mehr, da man gerade laut lachend gegen den Namen Angela ins Gericht zog.
Ich hielt mich erstmal zurück und belauschte die (zum Teil wirklich lustigen) Namensvorschläge meiner Gesprächsrunde. Eigene Vorschläge zu machen traute ich mich noch nicht so recht, zumal ich mir noch nicht von jedem in der Runde den Namen merken konnte. Lauthals über einen Namen herziehen und einen entsprechend Benannten neben mir sitzen zu haben – bei solchen Fettnäpfchen habe ich für gewöhnlich eine sehr hohe Trefferquote. Trotzdem hielt ich es nicht lange aus, die Klappe zu halten und bei diesem ganzen Gerede über Vornamen und Kleinkinder kam mir plötzlich ein Gedanke: ist es eigentlich erlaubt, nachdem Tolkiens „Herr der Ringe“ verfilmt und einer noch breiteren Masse bekannt wurde, sein Kind bspw. Gandalf zu nennen?
Natürlich hatte niemand eine Antwort, doch die Möglichkeit wurde bis zum Letzten ausphantasiert. Wir stellten uns Mütter vor, die „Gandalf! Komm sofort rein und wasch Dir die Hände! Es gibt gleich Essen!“ rufen. Der Klassenlehrer ermahnt den kleinen Sauron Müller, seine Hausaufgaben ja nicht noch einmal zu vergessen. „Frodoooo!!! Wie oft soll ich Dir noch sagen, dass Du den Bilbo von nebenan nicht ärgern sollst???“.
Diese und ähnliche Szenarien wurden so lange durchgespielt, bis auch der Letzte nicht mehr darüber lachen konnte und wir, inzwischen alles Bier geleert, zu der Ernüchterung gelangten, dass wir noch vor kurzer Zeit alles und jeden lustig fanden. Doch die Frage bleibt: Darf ich mein Kind später Gandalf oder Sauron nennen?
 
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