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The Boy is back in Town Mittwoch, 12. November 2008, 23:40
Angekommen in Frankfurt und erstmalig im 9-to-5-Arbeitsalltag und doch irgendwie zu Hause - man kennt sich ja mittlerweile aus im Netz und kann inzwischen auch unterwegs in vertrauter Umgebung das heimelige Online-Feeling genießen. So gesehen also online nix Neues - ein quasi vorgezogenes Zwangs-Sabbatical. Nun bin ich, da ich mich in den Offline-Sphären austoben konnte, wieder back in town. Der Umzug nach Frankfurt war stressig. Es ging um 23 Uhr los, mein ehemals Osnabrücker Hab und Gut in den verspäteten Bulli zu hiefen, um dann gegen Null Uhr wieder auf die Straße zu kommen. Ohne die jahrelange Tetriserfahrung meiner lieben Umzugshelfer hätte ich wahrscheinlich auf meine geliebte Couch verzichten können. Der Stauraum war - höflich gesagt - arg begrenzt. Ein Quadratmillimeter weniger und ich hätte wirkliche, unangenehme, logististische Schwierigkeiten bekommen. Naja: einem für umsonst geliehenen Bulli schaut man nicht ins... äh... in den... äh... ach, egal. Die Fahrt hierher war dementsprechen wie eine Werbung, die man an übermüdete Work-a-holic-Fernfahrer hätte richten können. Nach ca. 2 Stunden Fahrt, die relativ flüssig verliefen - angesichts der Tatsache, dass wir total überladen waren und aufgrund des dadurch bedingten Winkels unserer Scheinwerfer nachtblind - überkam erst mich und dann auch meine Freundin eine Müdigkeit, in welcher man eine Vorstellung vom Tod entwickelt, als sei er das bequemste Nachtlager, das man sich denken kann. Nicht sterben wollend bzw. den letzten Rest Lebenswillen zusammenraufend hangelten wir uns fahrerwechselnd von Parkplatz zu Parkplatz - die Vernunft, einfach irgendwo ein kurzes Nickerchen zu machen, ist bereits mit dem ersten Gähnen aus unseren Synapsen entfleucht. Mit viel Durchhaltevermögen und gegenseitigem Wachhalten sind wir dann schließlich gegen halb fünf Uhr morgens in Frankfurt angekommen. Weswegen wir unterwegs waren, wussten wir nicht mehr - Hauptsache erstmal schön Bubu machen. Der nächste (Umzugs-)Tag begann fünf Stunden später um halb zehn: meine Sachen in die neue Wohnung, zurück und die Sachen meiner Freundin holen... Da die Helfer in Frankfurt nicht minder qualifiziert und talentiert waren, die ihnen gestellten Transportprobleme zu meistern, als meine Leute in good old Osna, war es plötzlich halb eins (mittags!) und wir waren mit dem Krimskrams durch. Den Teil, in dem wir die Küche transportiert und sogar eingebaut bekommen haben, überspringe ich mal; jedoch nicht, ohne zwei weitere Helfer lobend zu erwähnen, die zum einen wunderbar Waschmaschinen und sperrige Sofas transportieren und zum anderen Einbauküchen einbauen können. Bezaubernd! Mein erstes Wochenende in Frankfurt war also purer Stress. Ungewohnter Stress - für einen Studenten. Ich hätte locker erstmal eine Woche entspannen können, die Füße hochlegen, egal, hauptsache nix machen können... Aaaaaber da war ja noch das Ding mit der... äh... Mist!... wie hieß das noch?... ach ja: Arbeit! Die ging nämlich gleich am Montag los. Also ohne Pause weiter... Noch ein anderes Kapitel! Langsam hab ich auch keinen Bock mehr zu tippen! Lange Rede kurzer Sinn: ich war vom ersten Tag an in der neuen Bude online, weil hier irgendwelche Idioten im Haus nicht wissen, wie man ein netzwerk sichert - Gott schütze sie. Trotzdem war ich zu faul zur Blogpflege. Verzeiht mir. Ich bin fix und fertig. Ich kann nicht mehr. Ich war es gewohnt, so gegen elf aufzustehen und wenn es nicht klappte, blieb ich halt noch etwas liegen. Ich bin ein Nachtmensch! Abends blühe ich erst richtig auf. Ich komm mit dieser ganzen Arbeitsrhytmus-Sache noch nicht ganz klar. Aber das wird schon...
Mitternachtsumzug Freitag, 31. Oktober 2008, 20:17
Das Letzte, was man bei einem Umzug so zu erledigen hat, ist ja bekanntlich, den Computer abzubauen. Ohne Musik und lustige YouTube-Sachen wäre Sachen packen echt öde. Da empfiewhlt es sich, ehe man das WLan-Dings abklemmt, zu checken, wann der Transporter da ist. So geschehen: meine Freundin ist seit 16 Uhr unterwegs, nun ist es 19 Uhr. Sie hat grandiose 80 km zurücklegen können! Meine Sachen können also erst gegen 23 Uhr verstaut werden... Aaaaargh! Und dann nochmal 330km auf dieser vers(t)auten Strecke zurück... Ich wünsche allen anderen einen wundervollen Abend. Man sieht sich...
Abschiedstournee Freitag, 31. Oktober 2008, 04:49
Dem geneigten Leser mag aufgefallen sein, dass hier in letzter Zeit nicht viel los war - mal wieder... Das liegt - man verzeihe mir die ständige Wiederholung - an meinem bevorstehenden Umzug von Osnabrück nach Frankfurt. Ich befinde mich gerade auf einer Art Abschiedstournee durch mein geliebtes, altes Osna und lasse keine Station und keine Peinlichkeit aus. In den letzen 3 Tagen kam es z.B. vor, dass ich gleich zweimal in Klamotten an Plätzen in meinem Zimmer (Gott sei Dank in meinem Zimmer) aufwachte, an denen ich mich üblicherweise nicht schlafen lege. Einmal musste ich beim allmorgentlichen Blick in den Spiegel gar feststellen, dass mir ein neongrünes Hitlerbärtchen ins Gesicht gepinselt wurde. Man muss das sportlich sehen, denke ich. Rock´n´Roll! Und das volle Pulle.... Zugleich ein vorläufiges "Lebe wohl" an dieser Stelle, denn in manchen Blogs liest man ja oft Horrorgeschichten von armen Kreaturen, die Opfer der Trägheit von so manchem Internetanbieter wurden. Ich hoffe, dasselbe Schicksal blüht mir nicht, doch man weiß ja nie... Zwei Wochen sollen da ja nix sein. Derweil ich mich in Frankfurt einrichte also ein stiller Gruß an alle Mitblogger und "Nacktscanner"-Sucher. Ich bin erstmal kurz weg. Howdy!
Die Geister, die ich rief... Donnerstag, 16. Oktober 2008, 02:46
1 Search request: leckende handy schlampe# 1 Search request: leckende handy schlampe 2 Search request: leckende handyschlampe 1 Search request: du willst deinen schwarm nackt sehen 1 Search request: etzt deine leckende Handy-Schlampe 1 Search request: leckende handy schlampe
Was es nicht alles gibt... Mittwoch, 15. Oktober 2008, 04:23
Da sollte man denken, dass man sie/ihn einfach besuchen geht oder zumindest mal anspricht, wenn man seinen Schwarm nackt sehen will. Nein! Jetzt gibt es den Nacktscanner fürs Handy! Einfach Foto hochladen und schon fallen die Hüllen. Wenn man seine/n Liebste/n zu oft mit der Funsimulation Partnertracker verarscht hat vermutlich die letzte Chance. Unglaublich! Ich hab mich schon immer gefragt, wie man sich beispielsweise Pornos aufs Handy laden kann. Man masturbiert doch nicht mit ´nem Mobiltelefon in der Hand! Zumal man meinen könnte, Selbstbefriedung stirbt aus, seitdem man durch das Handysolarium immense optische Vorteile erringen kann... Perfekte Bräunung kommt bei manchen Leuten ja tierisch gut an. Ganz zu schweigen von Diätcoaches und Fitnesstrainern, die einem jetzt vom briefmarkengroßen Display aus betreuen. Und wenn das alles nicht hilft, kann man immer noch charmante Schlagworte wie "Arsch 55", "Mann 567" oder "versaute Bräute 3" an irgendwelche Kurzwahlnummern senden. Es ist doch wirklich ein leichtes geworden, einen Partner zu finden oder zumindest mal nackt zu sehen. Wenn alle Stricke reißen, kann man sich auch noch seine "eigene leckende Handyschlampe auf´s Handy" holen. Es muss doch ein gewaltiger Teil der Bevölkerung einen riesigen Sprung in der Schüssel haben, wenn man mit solchen Angeboten Geld verdienen kann. Denn irgendwie müssen diese ganzen bunten Werbetrailer ja finanziert werden. Warum mische ich da eigentlich nicht mit? Das wären vielleicht mal eine Frage, die man dem Handy-Guru stellen könnte, der bekanntlich alles weiß.
Spießige Assoziationsketten Sonntag, 12. Oktober 2008, 22:56
Vorab eine Entschuldigung für all jene, die nichts mehr über meinen demnächst anstehenden Umzug nach Frankfurt lesen wollen. Ich gelobe, das hört auf! Doch eine Sache muss ich noch loswerden, die mich gerade beschäftigt... Im Freundeskreis - bei mir und meiner Freundin - gibt es zwei Lager hinsichtlich der Beurteilung der Zusammenlegung unserer beider Haushalte: die einen finden das alles ganz putzig und süß und genau richtig; die anderen, notorische Heiratsverweigerer und Kinderhasser, sehen darin den Grundstein für spießiges Eheleben, Kinderkriegen und alles, was sonst noch zu einem gesetzten Dasein dazugehört. Meinereiner steht zwischen beiden Positionen. Ich habe meine Kindheit nicht damit verbracht, mir meine Hochzeit auszumalen, hegte nie den Wunsch von einem geregelten Leben und Kinder sind bei mir so gut aufgehoben, wie eine amerikanische Geisel in den Händen Bin Ladens. Trotz alledem sehe ich darin, dass ich mit meiner Freundin zusammenziehe, nicht meine Ideale und Lebensvorstellungen in Gefahr, sondern eher in Disposition gestellt, d.h. sie müssen sich neu bewähren, neu erfochten werden und vielleicht sogar weiterentwickelt. Ganz im Sinne eines habermasschen, herrschaftsfreien Diskurses. Kurzzeitig hat sich meine Position nun aber doch auf die der Skeptiker verlagert. Es begab sich wie folgt: als ich letztens mit meiner Freundin telefonierte, verkündete sie mir freudestrahlend, sie würde sich in Zukunft mit einer Freundin zusammen einen Schrebergarten teilen. Es fielen Schlagworte, wie "Gartenzwerg", "Geranien", "Hecke schneiden" oder gar "Preise abräumen im örtlichen Schrebergarten e.V.". Im selben Atemzug hätten wir auch von "CDU", "Schützenverein", "Bausparen" oder "Altersvorsorge" reden können! Soll sich Nasenfahrrad in ein solches Umfeld wagen? War´s das jetzt etwa? Ist endgültig Schluss mit Lustig? Verbringe ich meine Wochenenden fortan mit Unkraut jähten, Riesenkürbisse für die große Gartenschau züchten und am Wochenendstammtisch über die Kommunisten bei den Grünen schimpfen? Noch ehe mein Innerstes vorangehende Fragen lauthals mit einem "Neeeeeeiiiin" beantworten und den Hörer auf die Gabel knallen konnte, bewies meine Liebste wieder einmal ihr diplomatisches Geschick. All das Spießertum wurde verdrängt, als ihre bezaubernde Stimme Sachen, wie "Grillen", "Sonne" und "Party im Grünen" sagte. Genau die Schlagworte, die mich alles Schlechte vergessen lassen, um an perfekt gegrillte Steaks, Bier und Spaß zu denken. Frankfurt wird toll!
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