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Alles wird gut!

Da steht Weihnachten vor der Tür, der damit verbundene Urlaub und die ganzen Geschenke, ganz zu schweigen vom Urlaub und die Silvesterparty ist geritzt - und dann gibt´s bald auch noch 500 Euronen von Papa Staat? Geil! Was kann es Schöneres geben?
Doch was macht man mit dem Geld, zumal die Warengutscheingegner argumentieren, die Deutschen würden es nur für japanische Unterhaltungselektronik ausgeben? Was tut man bloß mit dem ganzen Cash in der Tasche? Da aller Wahrscheinlichkeit nach so schnell keine gute Spielekonsole "Made in germany" auf den Markt kommt, bleiben da auf den ersten Blick nicht mehr allzu viele Möglichkeiten. Hier ein paar Ideen:
1. Eine in gewissem Sinne befriedigende Investition des Geldes wäre, mit einigen Leuten mal Tacheles zu reden. Diversen Gerichtsurteilen zu Folge, liegen nachstehende Beleidigungen
(inklusive jene gegen Beamte) bei dem charmanten Preis von ca. 500 Euro:
"Wegelagerer!" (450€)
"Zu dumm zum Schreiben!" (Kommt! Gebt´s mir ;-) ) (450€)
"Hast Du blödes Weib nichts Besseres zu tun?" (500€)
"Was willst Du, Du Vogel" (500€)
...alles relativ im Rahmen, aber es ist ja in der Diskussion, dass der Empfänger des Gutscheins noch 200€ Eigenkapital mit einbringt. Daher gehen u.U. auch noch:
"Dir hat wohl die Sonne das Gehirn verbrannt!" (600€)
Und: "Asozialer!" (550€) mit anschließendem Zunge rausstrecken (150€), quasi als Goodie.
2. Man könnte in Italien seinen Bedürfnissen freien Lauf lassen
3. ...oder sogar zu zweit in Belgien!
4. Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund könnten in Mönchengladbach endlich am Nationalfeiertag die türkische Flagge hissen.
5. Unterzeichne einen Vertrag bei einer Promotion-Agentur und bleib bei den vereinbarten Terminen einfach zu Hause!
6. Schafft euch einen Hund an, falls ihr noch keinen habt und lasst ihn auf die Wiese des Nachbarbauern kacken!
7. genüsslich im Nichtraucherbereich einer Bremer Kneipe einen Krebslolli paffen!

Und falls es den Gutschein doch nicht gibt, dann bastelt ihr einfach einen und verschenkt ihn zu Weihnachten. Viel Spaß und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

EDIT: Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass man eben angeführte Vorschläge keineswegs als Anstiftung zu Straftaten verstehen darf und das man beim Lesen einen ironischen Unterton im Hinterkopf haben sollte. Danke!
 
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Ernüchterung

Ein Resümee aus dieser Woche ziehend, muss ich gleich zwei Kindheitsträume nachträglich korrigieren.
1. Ich wollte zwar schon immer ein Lebkuchenhaus haben, aber es kann unmöglich mein Traum gewesen sein, eins zu bauen. Die Dinger sehen einfach zu gut aus. Mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen und halbwegs erzogen, erfüllt ein Lebkuchenhaus nicht mal den Maßstab meines einstigen Traumes. So eine Bude, wie bei Hänsel und Gretel wollte ich haben - darunter geht gar nix. Der Rohbau steht zwar, aber es ist nicht begehbar und ich habe keine Ahnung, womit ich die Wände verputzen soll. Von der Sauerei im Wohnzimmer mal ganz abgesehen...
2. Das Piratenbusiness ist auch nicht mehr das, was es mal war. Gerade ein Atheist scheint es in diesem Gewerbe heutzutage schwer zu haben, denn wer will sich schon mit wütenden Islamisten rumärgern. Dazu kommen noch die Amis, die Russen und wer weiß, was da noch für Kriegsschiffe runterschippern. Ich werde wohl warten müssen, bis bald wieder Raubritter durch Europa tingeln, um mich bei denen zu verdingen...
 
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Finanzkrise erreicht deutsche Baubranche

Seit heute abend stehen die Baustellen still. Konjunkturprogramme, wie bspw. das Ankurbeln der Lebkuchenbau-Branche durch den vorgezogenen Start der Vorweihnachtszeit im September, scheinen gescheitert. Die Lebkuchenbauherren kämpfen mit minderwertigem Zuckerguss, teuren Stromrechnungen und brüchigem Material. Ein weiterer Kandidat für staatliche Förderung?

So wie auf dieser Baustelle im Frankfurter Gallusviertel könnte es bald im ganzen Land aussehen. Die Lebkuchenhausbauer haben ihre Arbeit eingestellt, zu hart sind die Bedingungen in den letzten Tagen geworden. Schlecht verarbeiteter Zuckerguss, brüchiger Teig und unterbezahlte Arbeiter - Einstürze und klebrige Finger waren letztendlich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Die Arbeiter legten entnervt ihre Arbeit nieder und nutzen die Zeit, in welcher der Zuckerguss trocknet für erste Warnstreiks. Droht der Lebkuchenhausbau-Industrie etwa dasselbe Schicksal wie den Autobauern?
"Nein!", so Nasenfahrrad, Vorstandsvorsitzender und Pressesprecher der Grob-Süß-Bau GmbH, "wir rechnen schon für morgen mit der Beilegung der Streiks. Erste Gespräche mit Zulieferern wurden geführt, der Zuckergussnachschub ist gesichert." Ferner beteuerte er, dass man die Zulieferer wechseln werde und bei der Verarbeitung sorgfältiger sein werde.

Dennoch rechnet man mit drastischem Stellenabbau und Budgetkürzungen. Aufgrund der Entnervtheit der Belegschaft und der Finanzkrise sehen Wirtschaftsexperten bis zu einen Arbeitsplatz gefährdet. Man sei aber bereits mit der Regierung im Gespräch, welche Schlimmeres durch einmalige Zuschüsse vielleicht noch abwenden kann. "Zwei Milliarden dürften reichen", so Nasenfahrrad.
Wir berichten morgen, ob der Betrieb wieder aufgenommen wurde, ODER ICH HIER ALLES ZU KLEINHOLZ GESCHLAGEN HABE!!!!!!
 
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...und ´ne Buddel voll Rum!


Die Piraten sind wieder da! Hätte ich das nur erahnen können, hätte ich nie von meinem ersten großen Berufswunsch abgelassen: den ganzen Tag schön in der Südsee rumschippern, Rum saufen, exotische Früchte futtern,... Piraten! Herrlich! Klirrende Säbel, ein tolles Versteck auf einer einsamen Insel, Schätze... Ein Papagei auf der Schulter. Ich war sogar von den Gebrechen der Piraten begeistert: was hätte ich als Kind für ein Holzbein, eine Augenklappe oder am liebsten sogar einer Hakenhand gegeben? Naja. Nächstes Jahr brauch ich wieder ´ne neue Aufgabe. Vielleicht ´n Praktikum auf einem Piratenschiff? Oder gar ein Volo? Mal sehen...
 
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Opfer des Raucherschutzes

Diese ganzen Gesetze zum Raucherschutz, sprich Rauchverbot in Kneipen, Restaurants etc., haben mich als stark Nikotinabhängigen ja schon genervt, aber nicht wirklich tangiert. In meinem ehemaligen, zeitweise außer Kraft gesetztem, unbeschwehrten Studentendasein konnte ich mich hier zwar schon desöfteren lauthals über alle Maßnahmen beschweren, paffte beim Verfassen dieser Raucher-Pamphlete allerdings Eine nach der Anderen. In meinem alten WG-Zimmer konnte mir schließlich niemand Vorschriften machen, so dass ich mein volles Suchtpotential entfalten konnte. Wenn es Kneipen ohne annehmbaren Raucherraum gegeben hat, bin ich da halt nicht hingegangen.
Anders heute: auf meinem Weg in ein gesetztes Leben mit Eigenheim, 9-to-5 und Fondsparen, passiere ich gerade die die Startlinie, d.h. die erste gemeinsame 2-Zimmer-Luxus-Wohnung. Dumm nur, dass ich mir in diesen harten Zeiten eine Nichtraucherfreundin auserwählt habe: Rauchen nur bei geöffnetem Fenster in der Küche. Damit ist die erste und wichtigste Bastion eines gestandenen Rauchers schonmal gefallen. Was macht man? Man stürzt sich in die Arbeit! Kaffee- und Raucherpausen ole!
Weit gefehlt. Auch das Büro ist kein geeignetes Exil für die Krebslolli-Konsumenten. Ich scheine der Einzige zu sein, der raucht. Alle anderen rauchen zwar, aber - O-Ton - "höchstens mal eine in zwei Wochen". Während ich in meinem Studentendasein dahinschlummerte, wurde mir alle Freiheit genommen, von der ich noch nicht mal wusste, dass es sie gab und die sich auch nur schwer rekonstruieren lässt. Auf meinen Schultern ruht, wie bei allen Rauchern, nicht nur die knochige Hand des Sensenmanns, sondern auch der lange Arm des Gesetzes. Man wird überall kontrolliert und mit frostigen Blicken bedacht, nur weil der blöde Raucher sich mal wieder kurz die Freiheit für ein Päuschen nimmt.
Dabei hat niemand mehr einen Grund, auf die (überbewertete) Raucherpause neidisch zu sein. Man steht draußen, es ist kalt, man ist allein... Der vor Jahren noch saukomische Fun-T-Shirt-Spruch wird heutzutage traurige Realität: "Raucher sterben nicht an Lungenkrebs, si erfrieren auf kalten Balkonen" - oder sie vereinsamen...
 
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