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Unfreiwilliger Klimaschutz

Über einen Monat ist es bereits her, dass ich in Frankfurt/Main ein neues Quartier bezogen habe. Heute mache ich zum ersten Mal die Heizung an. Mit Ökologischem Bewusstsein hat es nichts zu tun. Es handelt sich um eine Kostenfrage!
Die Freude über diese große, helle Wohnung wurde beim Einzug kurz getrübt, als wir feststellen mussten, dass wir nur über eine Nachtspeicherheizung verfügen. Die teuerste Art zu heizen, wurde uns gesagt. Seitdem brennen hier abends gefühlte hundert Kerzen. Kein Wunder, wägt man die in Wikipedia aufgelisteten Vor- und Nachteile ab. Klimaschädlich, teuer und sperrig. Ich überlege, ob wir bei der Zusage für diese Wohnung doch der zweiten Wahl zugesagt hätten, wenn wir das gewusst hätten...

EDIT:
Ab wann ist die Miete eigentlich warm? Da wir mit Strom heizen, kann es jawohl nicht angehen, dass wir zu zweit 110€ NK nur für's Wasser zahlen...
 
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Alles wird gut!

Da steht Weihnachten vor der Tür, der damit verbundene Urlaub und die ganzen Geschenke, ganz zu schweigen vom Urlaub und die Silvesterparty ist geritzt - und dann gibt´s bald auch noch 500 Euronen von Papa Staat? Geil! Was kann es Schöneres geben?
Doch was macht man mit dem Geld, zumal die Warengutscheingegner argumentieren, die Deutschen würden es nur für japanische Unterhaltungselektronik ausgeben? Was tut man bloß mit dem ganzen Cash in der Tasche? Da aller Wahrscheinlichkeit nach so schnell keine gute Spielekonsole "Made in germany" auf den Markt kommt, bleiben da auf den ersten Blick nicht mehr allzu viele Möglichkeiten. Hier ein paar Ideen:
1. Eine in gewissem Sinne befriedigende Investition des Geldes wäre, mit einigen Leuten mal Tacheles zu reden. Diversen Gerichtsurteilen zu Folge, liegen nachstehende Beleidigungen
(inklusive jene gegen Beamte) bei dem charmanten Preis von ca. 500 Euro:
"Wegelagerer!" (450€)
"Zu dumm zum Schreiben!" (Kommt! Gebt´s mir ;-) ) (450€)
"Hast Du blödes Weib nichts Besseres zu tun?" (500€)
"Was willst Du, Du Vogel" (500€)
...alles relativ im Rahmen, aber es ist ja in der Diskussion, dass der Empfänger des Gutscheins noch 200€ Eigenkapital mit einbringt. Daher gehen u.U. auch noch:
"Dir hat wohl die Sonne das Gehirn verbrannt!" (600€)
Und: "Asozialer!" (550€) mit anschließendem Zunge rausstrecken (150€), quasi als Goodie.
2. Man könnte in Italien seinen Bedürfnissen freien Lauf lassen
3. ...oder sogar zu zweit in Belgien!
4. Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund könnten in Mönchengladbach endlich am Nationalfeiertag die türkische Flagge hissen.
5. Unterzeichne einen Vertrag bei einer Promotion-Agentur und bleib bei den vereinbarten Terminen einfach zu Hause!
6. Schafft euch einen Hund an, falls ihr noch keinen habt und lasst ihn auf die Wiese des Nachbarbauern kacken!
7. genüsslich im Nichtraucherbereich einer Bremer Kneipe einen Krebslolli paffen!

Und falls es den Gutschein doch nicht gibt, dann bastelt ihr einfach einen und verschenkt ihn zu Weihnachten. Viel Spaß und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

EDIT: Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass man eben angeführte Vorschläge keineswegs als Anstiftung zu Straftaten verstehen darf und das man beim Lesen einen ironischen Unterton im Hinterkopf haben sollte. Danke!
 
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Ernüchterung

Ein Resümee aus dieser Woche ziehend, muss ich gleich zwei Kindheitsträume nachträglich korrigieren.
1. Ich wollte zwar schon immer ein Lebkuchenhaus haben, aber es kann unmöglich mein Traum gewesen sein, eins zu bauen. Die Dinger sehen einfach zu gut aus. Mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen und halbwegs erzogen, erfüllt ein Lebkuchenhaus nicht mal den Maßstab meines einstigen Traumes. So eine Bude, wie bei Hänsel und Gretel wollte ich haben - darunter geht gar nix. Der Rohbau steht zwar, aber es ist nicht begehbar und ich habe keine Ahnung, womit ich die Wände verputzen soll. Von der Sauerei im Wohnzimmer mal ganz abgesehen...
2. Das Piratenbusiness ist auch nicht mehr das, was es mal war. Gerade ein Atheist scheint es in diesem Gewerbe heutzutage schwer zu haben, denn wer will sich schon mit wütenden Islamisten rumärgern. Dazu kommen noch die Amis, die Russen und wer weiß, was da noch für Kriegsschiffe runterschippern. Ich werde wohl warten müssen, bis bald wieder Raubritter durch Europa tingeln, um mich bei denen zu verdingen...
 
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Finanzkrise erreicht deutsche Baubranche

Seit heute abend stehen die Baustellen still. Konjunkturprogramme, wie bspw. das Ankurbeln der Lebkuchenbau-Branche durch den vorgezogenen Start der Vorweihnachtszeit im September, scheinen gescheitert. Die Lebkuchenbauherren kämpfen mit minderwertigem Zuckerguss, teuren Stromrechnungen und brüchigem Material. Ein weiterer Kandidat für staatliche Förderung?

So wie auf dieser Baustelle im Frankfurter Gallusviertel könnte es bald im ganzen Land aussehen. Die Lebkuchenhausbauer haben ihre Arbeit eingestellt, zu hart sind die Bedingungen in den letzten Tagen geworden. Schlecht verarbeiteter Zuckerguss, brüchiger Teig und unterbezahlte Arbeiter - Einstürze und klebrige Finger waren letztendlich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Die Arbeiter legten entnervt ihre Arbeit nieder und nutzen die Zeit, in welcher der Zuckerguss trocknet für erste Warnstreiks. Droht der Lebkuchenhausbau-Industrie etwa dasselbe Schicksal wie den Autobauern?
"Nein!", so Nasenfahrrad, Vorstandsvorsitzender und Pressesprecher der Grob-Süß-Bau GmbH, "wir rechnen schon für morgen mit der Beilegung der Streiks. Erste Gespräche mit Zulieferern wurden geführt, der Zuckergussnachschub ist gesichert." Ferner beteuerte er, dass man die Zulieferer wechseln werde und bei der Verarbeitung sorgfältiger sein werde.

Dennoch rechnet man mit drastischem Stellenabbau und Budgetkürzungen. Aufgrund der Entnervtheit der Belegschaft und der Finanzkrise sehen Wirtschaftsexperten bis zu einen Arbeitsplatz gefährdet. Man sei aber bereits mit der Regierung im Gespräch, welche Schlimmeres durch einmalige Zuschüsse vielleicht noch abwenden kann. "Zwei Milliarden dürften reichen", so Nasenfahrrad.
Wir berichten morgen, ob der Betrieb wieder aufgenommen wurde, ODER ICH HIER ALLES ZU KLEINHOLZ GESCHLAGEN HABE!!!!!!
 
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...und ´ne Buddel voll Rum!


Die Piraten sind wieder da! Hätte ich das nur erahnen können, hätte ich nie von meinem ersten großen Berufswunsch abgelassen: den ganzen Tag schön in der Südsee rumschippern, Rum saufen, exotische Früchte futtern,... Piraten! Herrlich! Klirrende Säbel, ein tolles Versteck auf einer einsamen Insel, Schätze... Ein Papagei auf der Schulter. Ich war sogar von den Gebrechen der Piraten begeistert: was hätte ich als Kind für ein Holzbein, eine Augenklappe oder am liebsten sogar einer Hakenhand gegeben? Naja. Nächstes Jahr brauch ich wieder ´ne neue Aufgabe. Vielleicht ´n Praktikum auf einem Piratenschiff? Oder gar ein Volo? Mal sehen...
 
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