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In stillem gedenken

Als ich sie vor ca. 6 Jahren das erste Mal in einem Kaufhaus sah, war es zwar nicht gleich Liebe, aber ein starkes Sympathiegefühl. Ich wusste, wir passen gut zueinander. Und so nahm ich sie noch Tag unserer ersten Begegnung mit nach Hause.
Wir lernten uns ziemlich schnell ziemlich gut kennen, gingen auf Parties, Konzerte, Fussballspiele. Sie begleitete mich sogar in die Uni und auf die Arbeit. Wir waren unzertrennlich.
Sicherlich hatten wir auch weniger gute Zeiten, z.B. gab es sowohl kürzere als auch längere Zeiträume, in denen wir uns fremd waren oder ich das Gefühl hatte, dass wir nicht zueinander passen. Sie war auch nicht die einzige für mich: schon ab der zweiten Woche habe ich sie betrogen. Ob sie es bemerkt hat oder nicht: wir hielten uns die Treue.
Eines Tages - ich erinnere mich, als ob es gestern war - spielten wir mit Freunden im Schlossgarten Fußball. Schon längere Zeit erregte eine Stelle auf ihrem Knie meine Besorgnis, doch ich war wohl zu sehr mit mir selbst beschäftigt und sprach das Thema nicht an. Welch fataler Fehler! Vielleicht hätte frühes Handeln die Folgen jenes Fiaskos, dass sich bei strahlendem Wetter im Schlossgarten ereignete, wenn nicht vermeiden, so doch wenigstens behebbar machen lassen können.
Die Bilder von damals tauchen immer wieder in loser Folge vor mir auf, begleitet von großen Schuldgefühlen: der Traumpass, der Torschuss... dann der Sturz, dieser Schrei und schließlich dass offene Knie.
Ähnlich wie Bob Marley, dessen Ende durch eine ignorierte Zehverletzung, ebenfalls beim Fußball zugezogen, eingeläutet wurde, ignorierte sie ihre Verletzung und wurde dabei von mir sogar bestärkt. Cool sähe es aus, sprach ich ihr immer wieder zu. Nüchtern muss ich an dieser Stelle resümieren, dass selbst zu diesem Zeitpunkt Rettung nicht mehr in Aussicht stand. Neben dem Knieriss waren all die Jahre im Wechselbad der Gefühle nicht spurlos an ihr vorübergegangen: sie war schon längere Zeit blasser, ihr Hintern war nicht mehr das, was er mal war... Mein Schatz war in all den Jahren alt geworden!
Heute fanden ihre Leiden ein - für mich überraschendes - aber doch barmherziges, schnelles Ende. Ich weiß nicht, ob die 30 Grad zu hoch für sie waren oder ob sie den Schleudergang nicht mehr vertragen konnte... Den Weg zum Wäscheständer trat sie nicht mehr an.
Meine Lieblingshose verstarb am 5. Juni 2008. Sie wurde noch am selben Tag in der Mülltonne in unserem Hinterhof beigesetzt. Zurück bleibt ein trauernder Nasenfahrrad, der so schnell keinen Ersatz für sie finden wird.
Ruhe sanft.
 
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Spielplan

Gestern fiel mir auf, dass meine Arbeitszeiten (Mittwochs und Donnerstags von 19 Uhr bis 24 Uhr) nicht unbedingt EM-kompatibel sind. Ich werde wohl auf einige Spiele verzichten müssen.
Ich habe mir ausgerechnet, dass ich von der Gruppenphase schon mal ein Deutschlandspiel verpassen werde - kann man nix machen! Wenn Deutschland Gruppenerster wird, bin ich beim Viertelfinale dabei. Halbfinale scheidet wieder aus. Finale bin ich wieder dabei! Es besteht also ein doppeltes Interesse an Erfolgen der Nazionalelf: es würde mit meinen Tipps harmonieren und ich könnte mir den Großteil der Spiele auch angucken...
Urlaub nehmen fällt wohl flach, da seid Bekanntgabe der Termine schon alle möglichen Urlaubsanträge von Kollegen eingereicht wurden. Krank feiern wäre etwas unglaubwürdig und würde bestimmt den Zorn meiner Vertretung auf mich ziehen. Oh mann... Ich hoffe, die stellen auf der Arbeit ´n Fernseher auf!
 
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Hinweis

Noch einmal der Hinweis auf die Blogger-Tiprunde. Viele sind wir noch nicht, daher möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz die Werbetrommel rühren.
Nähere Infos gibt´s hier.
Anmelden kann man sich hier.
 
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Geschafft!

Prüfung in Soziologie erfolgreich hinter mich gebracht. Rückblickend hätte ich mir zwar jede Menge Zeit und Energie, vor allen Dingen aber auch Stress und Schlaflosigkeit sparen können, denn das Prüfungsklima war angenehm locker, aber man lernt ja nicht für Prüfungen sondern für das Leben.
Nun werde ich mein erstes Thema - Drogenkonsum und Identitätsentwicklung - erstmal praktisch aufarbeiten, um die aus dem zweiten Thema - okzidentaler Kapitalismus - gewonnene Erkenntnis zu verdrängen, die besagt, wie krank unsere Gesellschaft eigentlich ist. In gewissem Sinne geht es also heute nochmal weiter.
Ansonsten freue ich mich auf einen unverplanten, sonnigen Tag, an dem ich mich endlich wieder Alltagsproblematiken zuwenden kann, wie z.B. "Habe ich auch Sonnencreme dabei?" oder "Ist das Bier auch ausreichend gekühlt?".
In diesem Sinne wünsche ich der arbeitenden Bevölkerung einen schnellen Feierabend und allen anderen einen entspannten Tag.
Prost!

EDIT:
Hier übrigens noch der passende Song dazu:





EDIT2: Jetzt gerate ich langsam in Sammelwut. Das Lied könnte mich heute auch durch den Tag bringen...




 
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Man lernt nie aus!

Da lernt man den ganzen Tag, wie ein Bekloppter für eine Prüfung zum Thema Lifestyle und Drogen, schüttet sich dabei ironischerweise mit Kaffee zu und raucht eine nach der anderen. Und dann wundert man sich nachts, warum man nicht schlafen kann... Ich werd´s nie kapieren!
Auf der anderen Seite entspricht diese Vorgehensweise voll und ganz einem erfolgreichen Lernschema: es hat bisher jedesmal bestens funktioniert! Sich den ganzen Tag mit einer Aneinanderreihung von Fremdwörtern, Thesen und was ein wissenschaftlicher Text sonst noch so hergibt auseinander zu setzen allein ist niemals Lernen. Erst, wenn ich wach im Bett liege und mich um ein bevorstehendes Prüfungsdesaster sorge, dringen die tagsüber aufgesogenen Fragmente zurück in mein Bewußtsein und treten in einen sinnvollen Zusammenhang. Das ich am nächsten Tag total übermüdet bin, ist der Grundstein für einen lernpädagogischen Teufelskreis, der mich in ein paar Tagen erschöpft aber durch Weisheit erleuchtet in einen traumlosen 24-Stunden-Schlaf schlummern lässt, aus dem ich am übernächsten Tag - meistens verkatert - genauso dumm, wie vor der ganzen Lernerei erwache - dennoch erheblich entspannter und, bis jetzt, mit dem guten Gefühl einer gelungenen Prüfung.
Dennoch bange ich vorher jedesmal wieder um die furchtbare Bestätigung einer alten Volksweisheit, die ich - ehrlich gesagt - nie ganz verstanden habe: "Ausnahmen bestätigen die Regel".
In diesem Sinne: "Gute Nacht!" (Zumindest hoffe ich das.)
 
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Mal wieder ein neues Layout...

...denn schließlich soll man sich ja ab und an mal verändern. Vorerst bin ich zufrieden, nicht zuletzt weil ich keinen Bock mehr hatte, weiter zu frickeln - hab schon fast Kopfschmerzen bekommen.
Mal sehen, was sich da noch machen lässt...
 
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