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Ein Gespräch auf der Arbeit

Es ging - warum auch immer - um Kursschwankungen und Wert des US-Dollars. Dazu äußerte sich ein Kollege plötzlich sehr treffend:

"Geh mir weg mit dem Dollar. Für einen Dollar bekommst Du doch noch nicht mal ´n Bier an der Tanke!"

Dem hatte niemand mehr etwas hinzuzufügen...
 
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Back to the Roots

Ab und an, circa vier Mal im Jahr, zieht es mich zurück ins Emsland, um meinen Eltern einen Pflichtbesuch abzustatten. Man kann den Emsländern so lange Konservativismus vorwerfen, wie man will - vermutlich trifft es auch auf die Menschen zu, wenn man sich die Wahlergebnisse der letzten... äh... seit wann gibt es Wahlen oder CDU bzw. Zentrum... naja... -, aber mein kleines Heimatstädchen ändert sich jedesmal aufs Neue.
Hier eine neu gepflasterte Strasse, da ein neues Geschäft. Jedesmal entspricht das Städtchen nicht mehr dem, was ich einst verlassen habe. Ganze Landschaften wurden planiert, um Neubausiedlungen Platz zu machen, Baggerseen verschwinden zugunsten von Yachthäfen und die Strasse, in der ich aufgewachsen bin, ist neuerdings zur 30-Zone erklärt worden. Geschäften kann man eine Lebenserwartung von drei Monaten nachsagen, Neueröffnungen scheinen wöchentlich anzustehen. Ständig wir saniert, renoviert, restauriert, planiert,...
Selbst mein Elternhaus ist dank diversen Heimwerkersendungen nicht von der Renovierungswut verschont verblieben: hier ein neues Gardinchen, da eine neue Tapete, neuer Teppich, neue Fliesen und diese ganzen verfluchten Assesoirs. Wo habe ich eigentlich damals meine Kindheit und Jugend verbracht? Nichts scheint mehr so zu sein, wie es mal war. Am liebsten hätte ich bei meinem Weggang ins Exil eine risiege Gläserne Kuppel über die Stadt gesetzt, diese mit Wasser gefüllt und Styroporkügelchen als Kunstschnee reingeschmissen. Konservierte Nostalgie, bei Bedarf konsumierbar.
Das Emsland will sich modern geben: die alten versifften Gehwege werden unisono in rosa und grau gepflastert. Kreisverkehr statt Kreuzung. Ich will mich ja nicht beschweren, aber meines Erachtens tötet man gerade den letzten Rest Identität und Individualität. Das provinzielle Image wird eher gefördert als beseitigt. Es gibt nichts schlimmeres, als Provinznester, die gerne eine moderne Stadt sein wollen.
Nach zweieinhalb Tagen hatte ich genug von dieser maskierten Provinzialität und ließ mich zum Bahnhof bringen. Kaum war mein Bruder Chauffeur eine Staubwolke am Horizont, stellte ich fest, dass sich auch die üblichen Abfahrtzeiten des Zugverkehrs geändert hatte. "Damn it! Ist denn hier nichts mehr beim Alten?"
In solchen Momenten bedient man sich der ewig konstanten emsländischen Mentalität "Abwarten und Bier trinken", um am Ende festzustellen, dass manche Sachen sich doch nie ändern und im Endeffekt alles so ist, wie immer.
 
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Eine Frage...

Warum ist frische Vollmilch auf einmal so lange haltbar? Diese Eigenschaft war doch bislang immer nur der H-Milch vorbehalten...
 
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Aus meinem Arbeitsvertrag

Herr Nasenfahrrad verpflichtet sich, sofern er im Rahmen seines Aufgabengebietes und seiner Aufgabenstellung EDV-Programme entwickelt, das Nutzungsrecht an seinen Arbeitgeber zu übertragen. Diese Leistungen sind mit dem in diesem Vertrag vereinbarten Gehalt abgegolten.

Tja. Wer überwiegend Studenten beschäftigt, der muss auch damit rechnen, dass ein paar angehende Informatiker dabei sind. Dumm nur, dass wir gar nicht mit Computern arbeiten...
 
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Damenbesuch

Ich habe gerade Besuch von einer alten Freundin. Gestern traf sie ein und wird mich voraussichtlich bis spätestens übermorgen mit ihrer Anwesenheit beglücken. Hera ist toll und für die Dauer ihrer Besuche erfährt meine Tagesgestaltung jedesmal eine positive Veränderung: für Hera* stehe ich früher auf, dank ihr gehe ich mehrmals am Tag spazieren, wenn sie da ist, rauche ich nicht in meinem Zimmer...
Hera hat Power, ist aber meistens so entspannt wie ich - trotzdem könnte man meinen, sie führt mich Gassi und nicht umgekehrt. Sie ist eifersüchtig und duldet keine Konkurrenz in ihrem Revier. Abends gestatte ich es ihr, auf meinem Sofa zu schlafen und morgens muss ich feststellen, dass sie unter meiner Bettdecke liegt. Sie hat starken Haarausfall und es ist ihr überhaupt nicht peinlich, ab und an kräftig einen fahren zu lassen.
Hera und ihr Frauchen, Waltraut, meine beste Freundin, haben sich regelrecht gefunden und ineinander verliebt. Sie sollte eigentlich nur kurzfristig bei ihr untergebracht werden, bis man einen Platz im Tierheim für sie gefunden hat. Da ihr Vorbesitzer sie jedoch mehr als schlecht behandelt hat, war sie zu niemanden zutraulich und galt als unvermittelbar. Es war schlecht bestellt um Heras Zukunft - bis sie auf Waltraut** traf und wieder auflebte. Waltraut war durch dieses Vertrauen so geehrt, dass sie Hera nicht mehr missen wollte - das war vor ca. 4 Jahren und der Erfolgsstory ist kein Ende gesetzt.
Ich, der ich damals nichts mit Hunden anfangen konnte, änderte meine Ansichten durch Waltrauts Familienzuwachs radikal. Von Hera kann ich nicht genug bekommen und freue mich jedes Mal, wenn sie mich besuchen darf. Ich will später unbedingt einen Hund. Einen aus dem Tierheim, dem ich ein besseres Leben bereiten darf. Hunde sind großartig!

*aus Respekt vor der Privatsphäre von Tieren, sind jedwede Tiernamen abgeändert worden
** dasselbe gilt natürlich auch für die Privatsphäre von Menschen
 
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