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Citizen Kane Montag, 4. Mai 2009, 16:00
Hin und wieder lohnt es sich, bis zwei Uhr wach zu bleiben, um sich einen Filmklassiker zu Gemüte zu führen. Gestern Nacht um 0:00 Uhr lief Citizen Kane auf dem SWR. Ich muss sagen, ein echt gut erzählte Geschichte um einen Medienmagnaten. Er wird nicht zu unrecht als bester Film aller zeiten gehandelt - dennoch kann man darüber streiten. Die ewige Frage nach den Top-Ten ist eine individuelle. Wie es jedoch mit solchen Klassikern ist, tut sich danach eine neue Welt für einen auf, weil man zu verstehen beginnt, wo schon überall auf diesen Film Bezug genommen worden ist. Bspw. die Simpsons-Folge, in der Mr. Burns seinen verschollen Teddy Bobo sucht, ist eine einzige Hommage an "Citizen Kane". Die werde ich das nächste Mal mit neuen Augen sehen. Doch auch andere Filme nehmen Bezug auf dieses cineastische Meisterwerk, wie ich in oben angeführtem Wikipedia-Artikel lesen konnte. Soviel Nachwirkung spricht in jedem Fall für den Film. Und mein Kenntnisstand in Puncto unnützem Wissen hat zuletzt nicht darunter gelitten.
Namenstage Freitag, 24. April 2009, 14:06
Normalerweise werde ich immer durch meine Mutter an meinen Namenstag erinnert, die mich darauf aufmerksam macht, indem sie mir postalisch Schokolade zukommen lässt. Doch irgendwie hat sich der Namenstag nie in meiner Auffassung als richtiger Feiertag durchsetzen können. Die Wichtigkeit von Feier- und Ehrentagen wird einem ja meist als Kind vermittelt. Mit Geschenken wird man darauf konditioniert, dass Weihnachten ein extrem wichtiger religiöser und der Geburtstag ein extrem wichtiger persönlicher Feier- bzw. Ehrentag ist: man bekam Unmengen an Geschenken. Namenstage als Pendant zum Geburtstag und Ostern als Pendant zu Weihnachten können dagegen nicht anstinken: es gibt lediglich Süßkram oder gefärbte Grundnahrungsmittel. Ich habe einen Onkel, der das mit den Namenstagen ganz genau nimmt: er ruft den Betreffenden an, wünsch ihm alles Gute und eh eine Unterhaltung zustande kommt, legt er einfach auf. Der Wille zählt, mag man ihm zugute halten, doch hinter diesem Namenstag-hypendem Verhalten birgt sich Kalkulation und Kalkül. Der gute Mann war Unternehmensberater und lässt halt keine Gelegenheit aus, sich bei Kunden und Geschäftspartnern einzuschleimen. Die Verwandschaft wurde ebenso nur dann mit solchen Telefonaten belästigt, wenn er irgendeine Gefälligkeit erwartete oder einfach nur neugierig war. Zudem - ich hatte gestern Namenstag - habe ich schon als Kind nie verstanden, warum ich den Tag des Namens "Georg" feiern soll. Schließlich heiße ich nicht Georg, sondern mein Name leitet sich lediglich davon ab. Wie soll da ein ordentlicher Bezug zustande kommen? Ich hab es nie verstanden. Wozu also Namenstage feiern oder sich irgendwie daran erfreuen, dass sich zufällig ein Tag mt dem eigenen Vornamen deckt, den wiederum vor x-hundert Jahren irgendwer zufällig diesem Tag zugeordnet hat? Namenstage sind doof! Und warum zum Teufel hat mir meine Mutter dieses Jahr keine Schokolade geschickt, geschweige denn angerufen....
Back to the Future Montag, 20. April 2009, 16:04
Diese nostalgische (irgendwie nicht) Neuheit hätte mich damals Ende der Achziger bzw. Anfang der Neunziger zum glücklichsten Fast-Teenager der Welt gemacht: ein mobiler C64. Ich gerate noch heute ins Schwärmen, wenn man sich an den guten alten ersten Rechner und seine unglaublich einfallsreiche Spielewelt erinnert. Wer erinnert sich nicht an Klassiker wie "International Karate", "Summer Games" oder "Skate or Die"? Der C64 als Laptop erscheint heute jedoch schon in zweifacher Hinsicht überholt: zum Einen, weil Commodore sich schonmal an einer mobilen Version des Klassikers versucht hat, zum Anderen weil es den Spielspass schon weitaus komprimierter zu haben gibt. Schließlich ist der C64 nicht wegen seiner Textverarbeitung berühmt geworden...
Eben an der Supermarktkasse Mittwoch, 15. April 2009, 20:16
Nachdem alle Waren eingescanned waren und es eigentlich ans Bezahlen geht: Kassiererin: "Kundenkarte, Treueherz?"Frankfurter Supermarktkassiererinnen können echt herzlich sein...
Personaldienstleister Donnerstag, 9. April 2009, 19:17
Ich bin gerade auf der Suche nach einem Nebenjob. Nach mehreren Bewerbungen hagelte es nur Absagen, z.T. aus vagen Gründen, z.T. weil ich bspw. über kein eigenes Auto verfüge. Jetzt hat sich eine Zeitarbeitsfirma gemeldet, die mir ein Vorstellungsgespräch angeboten hat, welches ich heute wahrgenommen habe. Zuerst musste ich am PC Auskünfte zu meiner Person, meiner schulischen Ausbildung und meinem beruflichen (kaum vorhandenem) Werdegang. machen. Dann kam es zum Gespräch. Dort wurde mir mitgeteilt, dass das Unternehmen im Personalleasing tätig ist. Seltsam, dass Wort "Leasing" im Zusammenhang mit menschlicher Arbeitskraft zu hören. Vorher wusste ich allenfalls, dass man Autos leasen kann. Letzten Endes sind wir so verblieben, dass die sich für mich nach einem Job umhören und sich ggf. bei mir melden. Dann könne ich immer noch entscheiden, ob das jeweilige Angebot in meinem Sinne sei. Was steckt eigentlich hinter diesen Zeitarbeitsfirmen? Stecken die dann einen Teil meines Lohnes ein? Haben die sich also einfach so zwischen dem Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingenistet? Mir kommt das alles recht komisch vor... Die Idee, die ich von Personalleasing habe ähnelt der der Sklavenarbeit - natürlich mit dem unterschied "Versicherungsschutz" usw. Ist das alles seriös? Was soll man davon halten?
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